Zur Förderung der Biodiversität und der nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung im urbanem Raum wurden verschiedene Sportanlagen im Raum Dresden untersucht. Auf Basis der Ergebnisse wurde ein konkreter Maßnahmenkatalog entwickelt und drei beispielhafte Sportanlagen planerisch optimiert. Die Veröffentlichung richtet sich an Betreiber und Nutzer von Sportstätten sowie an Unternehmen und Dienstleister, die diese Flächen planen und pflegen.
Das Ergebnis wurde in einen Heft des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie veröffentlicht. Die Veröffentlichung richtet sich an Betreiber und Nutzer von Sportstätten sowie an Unternehmen und Dienstleister, die diese Flächen planen und pflegen.
Landschaftspflegerischer Fachbeitrag zur Maßnahme GH_I-86-00409 Lotzebach – Sicherung des Gewässerbetts und Verbesserung der ökologischen Durchlässigkeit des Lotzebachs im Bereich Eisteich
Typ
Planung
Bauherr
Ort
Landschaftsplanung
2023-2024
LHDD – Umweltamt
Dresden
Der Lotzebach ist ein Berichtsgewässer nach EU-WRRL (Lotzebach (DESN_5373152)) im Dresdner Westen. Nach den Hochwasserereignissen 2002, 2006 und 2014 kam es im Gebiet des Lotzebachs zu erheblichen Sohlerosionen.
Die Abteilung Kommunaler Umweltschutz des Umweltamtes der Landeshauptstadt Dresden beauftragte deshalb eine Planung für den Lotzebach mit folgenden Aufgabenstellungen:
− Wasserabfluss gewährleisten
− Gewässerbett sichern
− ökologische Durchgängigkeit verbessern
Die Entwurfsplanung erfolgte durch das Ingenieurbüro für Bauwesen Dipl.-Ing. Tilo Schmidt für den betrachteten Abschnitt des Lotzebachs zwischen Durchlass Zufahrt Oberbecken Pumpspeicherwerk Niederwartha (unterstrom) und Durchlass Lotzebachstraße Richtung Rennersdorf (oberstrom).
Nach § 17 Abs. 4 BNatSchG hat der Eingriffsverursacher Angaben über Art und Umfang des Eingriffs zu machen sowie Angaben zu vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung, zum Ausgleich und zum Ersatz der Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft. Demnach hat der Planungsträger bei eingriffsrelevanten Maßnahmen die Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder des Landschaftsbildes, die auftreten können, fachgerecht zu ermitteln, zu vermeiden, zu minimieren und auszugleichen.
Dies wurde im landschaftspflegerischen Fachbeitrag in Text und Karte durch unser Büro dargestellt.
Das Vorhaben findet in einem Landschaftsschutzgebiet statt. Durch die geplante Maßnahme erfolgt keine grundsätzliche Veränderung des Bestandes, vielmehr entspricht das Vorhaben den in der Landschaftsschutzgebietsverordnung vom 5.November 2007 festgelegten Schutzzwecken. Das Vorhaben wird deshalb als mit den Schutzzwecken des LSG vereinbar bzw. sogar als förderlich angesehen, auch wenn es baubedingt zunächst zu Eingriffen in den Natur- und Landschaftsraum kommt.
Das Fließgewässer und die linksufrige Waldfläche sind geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG in Kombination mit § 21 SächsNatSchG. Die Waldfläche wird nur baubedingt beansprucht, es kommt zu keiner dauerhaften Flächeninanspruchnahme oder Flächenveränderung. Das Fließgewässer wird in seinem Zustand verbessert.
Insbesondere im Baubetrieb ist jedoch eine hohe Empfindlichkeit durch Gefährdung und Beeinträchtigung für das Vorhaben zu verzeichnen. Baubedingt sind entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung erforderlich, die im landschaftspflegerischen Fachbeitrag benannt werden.
Die DB Schenker AG hat im Industriegebiet Radeburg Süd die Umschlaghalle und den Außenanlagen erweitert. Das geforderte Begrünungskonzept mit Bilanzierung auf Grundlage der Festsetzungen des bestehenden Bebauungsplanes wurde erbracht.
Der Zustand der Flächen wurde erfasst und bestehende Defizite hinsichtlich der fehlenden Bepflanzung (Grünstreifen und Bäume) ermittelt. Die Flächen wurden mit Biotopwerten verrechnet. Es wurde dabei das Modell der “Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen im Freistaat Sachsen“ (2003) zugrunde gelegt.
Das Defizit wurde bei Pflanzung einer Feldhecke auf einer Ackerfläche mit einer Größe von 320 m² gewonnen. Die fehlende Fassadenbegrünung wird mit einer Ausgleichsfläche von 106 m² kompensiert und ebenfalls in Form einer Feldhecke ausgeglichen.
Zudem wurde anhand des Bestands und des Erfordernisses aus den B-Plan-Festsetzungen sowie den geplanten Baumfällungen ein Defizit von -25 Bäumen ermittelt. Als Kompensationsmaßnahme wurden die 25 Bäume extern in Form von zwei Baumreihen auf einer Fläche von ca. 1.980 m² gepflanzt.
Stadtbahn Dresden 2020,TA 1.2: Nossener Brücke / Nürnberger Straße
Typ
Planung
Auftraggeber
Landschaftsplanung
2016 – aktuell
DVB AG
Das Stadtbahnprojekt umfasst die Neubaustrecke Löbtau – Südvorstadt – Strehlen. Im Jahr 2019 wurden die Teilabschnitte im Stadtteil Löbtau und Strehlen bereits fertiggestellt. Der vorliegenden Abschnitt 1.2 sieht den Neubau einer Stadtbahnstrecke zwischen der Bismarckbrücke im Zuge der Freiberger Straße im Westen und dem Knotenpunkt Nürnberger Straße / Hübnerstraße im Osten vor. Das Vorhaben soll im Westen an die fertiggestellte Teilstrecke 1.1 (Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße) und im Osten an die in Planung befindliche Teilstrecke 1.3 anschließen.
Folgende Leistungen wurden erbracht:
Landschaftspflegerischer Fachbeitrag
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Umweltverträglichkeitsprüfung
FFH-Vorprüfung
Gestaltungsplanung
Erstellung der Scopingunterlage
Mitwirkung im Genehmigungsverfahren, Zuarbeit von Stellungnahmen
Folgende Leistungen sind zu erstellen:
Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP)
Erstellung der Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsverzeichnissen für die LAP
Vorangegangenes Projekt (2017): Erarbeitung eines Grünordnerischen Fachbeitrags zum Bebauungsplan 1. Erweiterung Gewerbepark Heynitz-Lehden
Auf der dafür vorgesehenen Ausgleichsfläche zum Gewerbegebiet Heynitz-Lehden (Landkreis Meißen) wurde eine Feldhecke aus insgesamt 3527 einheimischen Sträuchern und 70 einheimischen Bäumen auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche angelegt. Die Begrünung der Gesamtfläche erfolgte mittels Ansaat mit einer kräuterreichen Grünlandmischung.
Im Jahr 2017 wurde durch unser Büro die FFH-Verträglichkeitsprüfung für das Vorhaben „Ersatzneubau Kirchenbrücke“ in Flöha erarbeitet. Das Bauwerk war in seiner Bausubstanz marode und genügte nicht mehr den Anforderungen des Hochwasserschutzes, weshalb ein Ersatzneubau durch das Ingenieurbüro Schulze & Rank – Ingenieurgesellschaft mbH aus Chemnitz geplant wurde. Die neue Brücke wurde als Spannbetonbrücke an gleicher Stelle neu errichtet.
Das Fließgewässer der Flöha ist hier mit seinen Uferbereichen als Teil des FFH-Gebietes „Flöhatal“ 5144-301 (landesinterne Nr. 251) und des FFH-Gebietes „Zschopautal“ 4943-301 (landesinterne Nr. 250) unter europäischen Schutz gestellt. Da die Brücke entlang der Grenzen der FFH-Gebiete „Zschopautal“ und „Flöhatal“ verläuft und damit im Einwirkbereich von NATURA-2000-Gebieten, war eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich.
Prüfungsrelevante Berührungspunkte der Planung mit den FFH-Gebieten „Zschopautal“ und „Flöhatal“ in Bezug auf ihre FFH-Verträglichkeit waren der Rückbau der alten Brücke, der Brückenneubau und die temporär angelegte Baustraße.
Im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsprüfung wurden Maßnahmen festgelegt, um erhebliche Beeinträchtigungen der Ziele des FFH-Gebietes ausschließen zu können. Unter anderem wurde für die Bauwerksplanung festgelegt, dass Fußsteine und Bermen integriert werden, um eine gefahrenlose Passierbarkeit für Fischotter, einer Art nach Anhang II der FFH-Richtlinie, zu ermöglichen.
Im Rahmen der Planung für den Ersatzneubau der Kirchenbrücke hat unser Büro folgende Leistungen erbracht:
FFH-Verträglichkeitsprüfung
Umweltverträglichkeitsprüfung
Der Ersatzneubau der Kirchenbrücke wurde im Jahr 2021 fertig gestellt.
Im Jahr 2020 wurde die Gleisschleife Leutewitz durch die DVB AG erneuert. Vorbereitend für die Umsetzung des Bauvorhaben wurde ein Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) erstellt. Im Planfeststellungbeschlusses wurden die grünordnerischen Maßnahmen des LBP festgesetzt, u.a. Baum- und Gehölzfällungen, Bauzeitenregelung (Vermeidung baubedingter Verbotstatbestände nach BNatSchG), temporärer Schutz der Bestandsbäume während der Bautätigkeit und Entfernung von Japanischem Knöterich.
Im Rahmen der Bauausführung erfolgte die Umsetzung von vegetationstechnischen Erdarbeiten, Baum-, Strauch- und Heckenpflanzungen, die Pflanzung von Stauden, Gräsern und Bodendeckern und die Ansaat von Rasen- und Wiesen.
Zur optischen Aufwertung und als Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas erfolgte in Zusammenarbeit mit der DVB AG die Gestaltung der Haltestelle u.a. mit Rankelementen und Stahlgerüsten und Haltestellenunterstand in Pergolabauweise.
Im Rahmen der Planung für die Erneuerung der Gleisschleife hat unser Büro folgende Leistungen erbracht:
Landschaftspflegerischer Begleitplan
Gestaltungsplanung zur Pflanzung
Gestaltungsplanung zur Haltestellengestaltung
Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP)
Erstellung der Ausschreibungsunterlage mit Leistungsverzeichnisse für die LAP
Stadtbahn Dresden 2020, TA 1.4 Verlegung der Straßenbahn von der Franz-Liszt-Straße – Wasastraße in die Tiergartenstraße
Typ
Planung
Ausführung
Auftraggeber
Landschaftsplanung
2013 – 2017
2017 – 2019
DVB AG
Im Rahmen des Vorhabens Stadtbahn Dresden 2020 der Dresdner Verkehrsbetriebe AG als Teilabschnitt 1.4 erfolgte die Verlegung der Straßenbahntrasse Franz-Liszt-Straße-Wasastraße zwischen Tiergartenstraße und Wasaplatz in den Verkehrszug Tiergartenstraße – Oskarstraße. Im Zuge des Vorhabens wurde u. a. die Einrichtung einer neuen, barrierefreien Zentralhaltestelle am S-Bahn Haltepunkt Dresden-Strehlen realisiert, die das Umsteigen zwischen S-Bahn/Straßenbahn, S-Bahn/Bus und das Umsteigen Straßenbahn/Bus auf kurzem Wege ermöglicht. Der Wasaplatz wurde neu gestaltet und begrünt.
Folgende Leistungen wurden erbracht:
Landschaftspflegerischer Fachbeitrag
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
Gestaltungsplanung
Denkmalpflegerische Untersuchung für die Allee Tiergartenstraße
Mitwirkung im Genehmigungsverfahren, Zuarbeit von Stellungnahmen für die Abwägung
Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP)
Erstellung der Ausschreibungsunterlage mit Leistungsverzeichnisse für die LAP
Durchführung der ökologischen Baubegleitung
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